Orte der Erinnerung

Kunst und Kultur
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Die Evangelische Stadtakademie Bochum wird im Mai 2021 eine weitere Gedenkstele des Stelenwegs „Jüdische Geschichte in Bochum" auf dem Boulevard installieren, die der jüdischen Kaufmannschaft der Innenstadt gewidmet sein soll.

Der Stelenweg ist ein bereits vor Jahren von der Evangelischen Stadtakademie Bochum entwickeltes Projekt zur Erinnerung im öffentlichen Raum an das untrennbar mit der Stadtgeschichte verbundene reiche jüdische Leben in Bochum. Das Projekt Stelenweg gilt den Opfern der Shoa, aber nicht nur ihnen. Es soll die ganze Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden umfassen, die belastenden und die ermutigenden Seiten.

Stele aus dem Boulevard
In der „Boomzeit“ der aufstrebenden Industriestadt Bochum um 1900 wurden auch in der Innenstadt zahlreiche Geschäfte – vom Fachgeschäft bis zum Kaufhaus – von jüdischen Inhabern gegründet und geführt, zumeist in der Textil-, Bekleidungs- und Einrichtungsbranche. Dazu kamen innovative Unternehmungen wie etwa die erste Bochumer Werbeagentur („Reklameverwertung Bendix Block“) oder das erste Kino („Tonhalle“, 1910; Jakob Goldstaub).

Das einvernehmliche Miteinander in der Geschäftswelt endete durch die Herrschaft der Nationalsozialisten ab 1933. Es folgten Arisierung der Geschäfte, Berufsverbote für die Kaufleute, Zerstörung und Plünderung von Geschäften und Wohnungen in der Pogromnacht 1938. Besonders tragisch war das Schicksal des Uhrmachermeisters Max Pander, dem es gelungen war, für seine Familie Tickets zur Ausreise nach Kuba mit der „St. Louis“ zu bekommen. Nach der verweigerten Einfahrt in den Hafen von Havanna musste das Schiff die Rückfahrt nach Europa antreten. Max Pander mit Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn, die in Holland von Bord gingen, wurden zunächst nach Theresienstadt deportiert. Pander selbst und sein Schwiegersohn kamen im September 1944 nach Auschwitz, wo sich ihre Spur verliert. Ehefrau Berta und Tochter Hilde überlebten.

Video Fenster im Neuland

Mit dem Video Fenster im Neuland wird es im Westend ein innovatives Kulturangebot geben. In regelmäßigen Abständen werden immer neue Videopositionen gezeigt.

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Das bunte und grüne Jubiläumsjahr

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Kunst und Kultur

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